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... Auch wenn Kränkungen immer nur persönlich erlebt werden, darf man die
Tragweite ihrer Wirkung auf die Arbeitssituation nicht unterschätzen. Denn wenn
Kränkungsgefühle unkontrolliert ausagiert werden, müssen wir damit rechnen, dass
sie großen Schaden anrichten können, der manchmal sogar nicht wieder gut zu
machen ist. Aber nicht nur das. Durch schwelende oder aktuelle
Kränkungskonflikte im Beruf, sind nicht nur Arbeitsplätze gefährdet, sondern es
stehen darüber hinaus die Zusammenarbeit und die Qualität der Arbeit ebenso auf
dem Spiel wie der Erhalt der Arbeitsgruppe, möglicherweise sogar der Institution
als Ganzes.
Leidet beispielsweise der Vorgesetzte unter der größeren Kompetenz eines
Mitarbeiters und lässt dieser ihn noch dazu seine Überlegenheit spüren, dann
verarbeitet er diese Tatsache womöglich als persönliche |
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Entwertung, die in der Folge seine Führungsfunktion beeinträchtigen kann.
Entweder wird er sich beschämt zurücknehmen und das Feld diesem Mitarbeiter
überlassen, also seine Führungsaufgaben indirekt abgeben, oder er wird aus
einem Minderwertigkeitsgefühl heraus die Zügel zu stark anziehen und autoritär
signalisieren, wer „hier der Chef ist“. Wenn er daraufhin seine
Mitarbeiter verstärkt kontrolliert oder ihnen sogar Kompetenzen oder
Entscheidungsspielräume entzieht, kann sie das verletzen und die Stimmung in
der Abteilung verschlechtern. Beide Reaktionsweisen des Chefs haben auf das
Arbeitsklima ebenso Einfluss wie auf die Motivation der Angestellten und ihren
leistungsmäßigen Output.“
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