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Leseprobe: "Ohrfeige für die Seele" |
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„Stellen Sie sich vor, wir befinden uns im Buchladen und Sie würden mein Buch
ungelesen zur Seite legen. Wenn ich das sähe, weil ich neben Ihnen stehe,
könnte ich gekränkt sein, da Ihnen mein Werk anscheinend nicht so wichtig ist,
dass Sie sich länger damit beschäftigen. Vielleicht würde ich mir Gedanken
machen, woran das wohl liegt.Möglicherweise spricht es Sie nicht an, oder Sie lehnen es sogar ab. Wenn ich ein kränkbarer Mensch wäre, liefe ich Gefahr, die Ablehnung auf mich zu beziehen und machte mir Vorwürfe, ein schlechtes Buch geschrieben zu haben. Ich wäre in meinem Selbstwertgefühl gekränkt, würde mich beschämt zurückziehen und mich Ihnen nicht zu erkennen geben. Ich käme in meiner Kränkung sicher nicht auf die Idee, bei Ihnen die Gründe zu suchen, warum Sie das Buch zurückgelegt haben. |
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Obwohl es davon sicher viele
gäbe. Vielleicht lesen Sie nie psychologische Bücher oder Ihnen gefällt der Titel
nicht oder das Thema berührt Sie so tief, dass Sie sich nicht trauen, etwas
darüber zu lesen. In meiner Kränkung komme ich nicht auf diese Gedanken,
sondern stelle mich in Frage. Vielleicht würde ich anfangen, Sie aus meiner Kränkungswut heraus abzuwerten, als jemand, der keine Ahnung hat und nicht weiß, was er versäumt, wenn er ein solches Buch einfach beiseite legt. Ich würde Sie für die Ablehnung meines Buches als inkompetent verurteilen und Ihnen aus Rache vielleicht wünschen, dass Ihnen auf dem Nachhauseweg die U-Bahn vor der Nase wegfährt. Auf jeden Fall wäre meine gute Laune dahin und ich wäre verletzt. Aber das alles ist natürlich nicht passiert, da Sie ja mein Buch lesen und ich mit Ihnen und mir zufrieden bin. ... |
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| Fortsetzung | |||||
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